Veggie-World in Wiesbaden lädt zum Kosten ein - von "No-Muh"-Käse über grüne Smoothies
24.02.2012 - WIESBADEN
Von Katja Rietze (Wiesbadener Kurier)
In den nächsten zwei Tagen ist Wiesbaden wieder die Hochburg für Rohköstler, Vegetarier und Veganer: In den Rhein-Main-Hallen findet direkt neben der Paracelsus-Messe die Veggie-World statt, die „Messe für nachhaltiges Genießen“. 50 Aussteller präsentieren alles, was das Veganerherz begehrt: biologische Fair-Trade-Produkte, Kosmetik, alles rund ums Gemüse, Kochshows und alles rund um die Rohkost.
Und weil es an Messeständen ja immer kleine Geschenke für Besucher gibt, kann man auf der Veggie-World nach Herzenslust probieren. Zum Beispiel Käse, besser gesagt eine vegane, lactosefreie, glutenfreie, cholesterinfreie und palmfettfreie Alternative zum Käse:„No-Muh“. Das Produkt enthält keine Milch, deshalb No-Muh, und kann vom Aussehen her mit Käse mithalten. Es riecht und schmeckt auch wie Käse. Nur die Konsistenz ist gewöhnunsgdürftig – weich und mehlig.
Grüne Smoothies als Zwischenmahlzeit
Ein absoluter Trend in der Veggie-Szene sind grüne Smoothies, obwohl sie auf den ersten Blick mit ihrer tiefgrünen Farbe nicht besonders einladend aussehen. Dabei riechen und schmecken sie wie die üblichen Smoothies, die dickflüssigen Getränke aus püriertem Obst. „Obst ist aber nur die halbe Wahrheit“, sagt Burkhard Hickisch von der Firma „grüne Smoothies“. Obst habe nicht genügend Mineralien, ganz im Gegensatz zu grünem Gemüse wie Spinat, Grünkohl, Mangold oder auch Wildkräuter. Deshalb wirft er nach Äpfeln, Bananen, Apfelsinen und einem Stückchen Ingwer auch eine Handvoll Spinat in den Mixer, gießt einen Schuss Mineralwasser nach und lässt alles gut durchmixen. „Das ist eine vollwertige Zwischenmahlzeit, die auch richtig lange satt macht“, versichert er. Die grünen Smoothies gibt es an vielen Ständen in Halle 8.
Am Rohkoststand von „Pure Raw“ erklärt Betty Brau, warum man Schokolade am besten unbehandelt essen sollte und drückt dem Besucher eine Kakaobohne in die Hand, die sich beim Draufbeißen zwar als irgendwie schokoladig, aber auch ziemlich bitter erweist. „Für die handelsübliche Schokolade aus dem Supermarkt werden die Bohnen mehrfach erhitzt und verlieren dadurch ihre wichtigen, gesundheitsfördernden Bestandteile“, sagt sie. Dabei sei Schokolade von den Nährstoffen her ein „Superfood“. Und weil die unbehandelte Schokolade nicht gerade süß schmeckt, klärt sie auch gleich noch über alternative Süßungsmittel aus, wie Xylitol, das aus Birkenrinde gewonnen wird.
Mitgliederzahlen des Vegetarierbundes wachsen
Viele neuartige Produkte und eine steigende Zahl an Mitgliedern in seinem Vegetarierbund seien ein Zeichen, dass die vegetarische und vegane Lebensweise ein Mega-Trend seien, ist Sebastian Zösch vom Vegetarierbund, der die Messe ausrichtet, überzeugt. Er ist sicher: die 20.000-Besucher-Marke wird die Messe in diesem Jahr knacken.



