Buch-Tipp: „Urban Gardening, Gemüse anbauen auf kleinstem Raum“ von Lia Leendertz

© Urban Gardening / Kneseback-Verlag

Heute möchten wir das Buch „Urban Gardening, Gemüse anbauen auf kleinstem Raum“ vorstellen. Es ist bereits 2016 im Knesebeck-Verlag erschienen, aber wir haben es erst vor Kurzem entdeckt. Wir sind selber frischgebackene Gartenpächter und lassen uns nun von diesem tollen Bildband inspirieren.

In Berlin gibt es unglaublich viele Schrebergärten und die Wartelisten für die eigene Parzelle sind lang. Mitunter werden hohe Abstandszahlungen der Vorpächter gefordert oder man muss mit ein bis zwei Jahren Wartezeit rechnen. Viele Kolonien bestehen bereits seit über hundert Jahren und dementsprechend werden die Parzellen oft in der Familie weiter vererbt. Früher und vor allem in Kriegszeiten war ein Garten nicht nur Zufluchtsort, sondern die einzige Möglichkeit die Familie zu versorgen.

Warum ist Urban Gardening so beliebt?

Heute ist die Sehnsucht nach Natur groß und der Schrebergarten ist für viele der perfekte Kompromiss zwischen dem Stadtleben und dem Traum vom Land. Denn Gärten und gärtnern machen glücklich. Die körperliche Betätigung an der frischen Luft, das Arbeiten in und mit Erde und die Erfolge (und Misserfolge) der Ernte des eigenen Anbaus versetzen uns in gute Stimmung und schenken uns Erholung.

Auch in Sachen Nachhaltigkeit wirkt sich eine Grünfläche positiv aus – denn sie schafft Durchlüftung und Feuchtigkeit für das Klima einer Stadt.

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© Urban Gardening / Kneseback-Verlag

Dass es jedoch auch mit weniger als dem eigenen Garten möglich ist, eigenes Gemüse, Salat oder Kräuter anzubauen, zeigt uns die Autorin Lia Leendertz in ihrem Buch „Urban Gardening“. Sie liefert Inspirationen für die unglaublichsten Stellen, an denen Minigärten angelegt werden können: Treppenaufgänge, Balkone, kleine Dachterrassen oder sogar die Ladefläche eines Pick-ups oder ein alter Schubkarren.

Dazu gibt die Autorin Tipps für die Ideen-Findung, Gestaltung und Pflege kleiner Gärten und zeigt in praktischen Anleitungen, wie jeder Zentimeter nutzbar gemacht werden kann – von der Bepflanzung von Hängekörben, dem Kräuteranbau in den Ritzen gepflasterter Wege bis zu Methoden, wie man Pflanzen stutzt und pflegt, sodass sie platzsparend in die Höhe wachsen.

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© Urban Gardening / Kneseback-Verlag

Der eigene Garten in der Stadt

„Urban Gardening“ zeigt geeignete und oft übersehene Anbauflächen, gibt Tipps zu praktischen Pflanzbehältern von Körben bis zur Erdbeerkugel und zu Gestaltung, Anlage und Pflege des Minigartens. Es ist in jeder Metropole Raum für etwas mehr „Grün“– ob auf dem Dachgarten, dem Fensterbrett oder in einem Gemeinschaftsgarten.

Besonders beeindruckend fanden wir die angelegten Beete in Hongkong – zwischen Hochhäusern und bei schwierigem Klima, schafft es die Gärtnerin Salat anzubauen. Die tollen Fotos winziger Balkone, hängender Salatgärten oder eines Schwimmbeckens voller Gemüse inspirieren und regen zum Nachahmen an.

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© Urban Gardening / Kneseback-Verlag

Das Buch erläutert, wie man Beete für jede Gelegenheit vorbereitet, es gibt Ratschläge zum Befüllen von Containern, zum Kreieren genialer Pflanzkübel, zu Erde und Bewässerung und dazu, welche Art von Obst und Gemüse an welcher Stelle gedeiht. Es enthält unkomplizierte Informationen darüber, was sich anbauen lässt und wie man die Pflanzen pflegen sollte – vom Samen bis zur Ernte. Die Porträts der ausgewählten Gärten und ihren Besitzern geben „Urban Gardening“ eine persönliche Note und runden das Buch perfekt ab.

 

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© Urban Gardening / Kneseback-Verlag

„Urban Gardening“ kostet 19,95 Euro und ist direkt beim Knesebeck-Verlag erhältlich.