Easy-peasy Tipps für wunderbare vegane Ostertage

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Der Frühling verhält sich noch etwas bedeckt, aber wir lassen uns nicht beirren und feiern schöne, bunte Ostern. Was steht bei euch auf dem Plan? Wir von der Redaktion wünschen euch bereits heute – ein tolles Fest im Kreis eurer Liebsten. Da wir immer wieder gefragt werden, wie Veganer denn jetzt Ostern feiern, haben wir ein kurzes Oster-Special mit ein paar Tipps für wunderbare, pflanzliche Ostern für euch vorbereitet.

Wer über die Feiertage Gäste hat, möchte vielleicht auch Kuchen oder Waffeln backen – und das ist auch in einem veganen Haushalt ohne Zauberei möglich.

Hier unsere drei liebsten Ei-Alternativen:

1. Apfelmus

Apfelmus ist eine der einfachsten Ei-Ersatz Methoden. Warum? Na, davon hat man meistens einige Gläser im Vorratsschrank. Eben weil es lecker ist … und für den Fall, dass Überraschungsgäste kommen – und man schnell Waffeln backen möchte. Um ein Ei zu ersetzen, sollte man ca. 60 g Apfelmus verwenden. Super für Backwaren, die etwas süßlich und schön saftig werden sollen, wie zum Beispiel bei Muffins.

2.  Sojamehl oder Kichererbsenmehl

Kichererbsen- oder Sojamehl wird mit Wasser angerührt und eignet sich sehr gut für Muffins, Waffeln oder Pfannkuchen. Sojamehl hat einen stärkeren Eigengeschmack, der mich jedoch nie gestört hat. Kichererbsenmehl ist eine gute Alternative für Menschen, die auf Soja allergisch reagieren. Tipp: Um ein Ei zu ersetzen, verrührt man 1 Esslöffel Kicherbsen- oder Sojamehl mit 2 Esslöffeln Wasser.

3. Ersatz-Pulvermischungen

Ei-Ersatz in Pulverform gibt es mittlerweile von verschiedenen Herstellern im Bioladen, im Veganz und im Reformhaus. Die Mischungen bestehen aus verschiedenen Mehlen, wie z. B. Lupinenmehl und Johannisbrotkernmehl und sind gut geeignet, um leichtes Gebäck (wie Tortenboden), Kuchen oder Bratlinge herzustellen. Tipp: Die Ei-Ersatz-Mischung einfach mit Wasser vermischen und mit dem Teig weiterverarbeiten. Um ein Ei zu ersetzen, rührt man einen Esslöffel Ei-Ersatz-Pulver mit ca. 30 ml Wasser an.

Für noch mehr Details zum Thema Ei-Alternativen lest doch mal bei unseren Freunden von deutschlandis(s)tvegan nach. Dort findet ihr auch ein Rezept für den absoluten Klassiker: Rührtofu. Mit diesem Frühstücksknaller könnt ihr garantiert auch eure nicht-veganen Liebsten beeindrucken! Am besten besorgt ihr euch noch schnell im Bioladen diese „Super-Zutat“, um den Geschmack von Eiern zu imitieren: Kala Namak. Das sogenannte Schwarzsalz oder Schwefelsalz stammt meist aus Indien oder Pakistan und wird aus Vulkan- bzw. Lavaminen gewonnen. Wer kein Rührtofu mag, kann auch eine reife Avocado mit etwas Kala Namak bestreuen. Auf einem frisch getoasteten Weißbrot serviert, hat man ganz schnell ein veganes Ei-Sandwich!

Natürlich gibt es auch dieses Jahr am Ostersonntag bei uns etwas Besonderes zu essen – und wir haben ein Gericht von Sebastian Copien ausgesucht. Es stammt aus seinem Buch „Die vegane Kochschule“.

Oster-Festmahl:

Kohlrabifilets mit Kartoffel-Brennnessel-Püree & Spargel-Orangen-Sahnesauce

(Foto: Hansi Heckmair/Christian Verlag)


Die vegane Kochschule

Zutaten (2 Portionen):

  • 2 große Kohlrabis, geschält
  • Saft von 1⁄2 Limette
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 1⁄2 TL Agavendicksaft
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 8 Stangen grüner oder weißer Spargel, geschält,
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 TL Sesam
  • 1⁄2 TL Schwarzkümmel
  • 1⁄2 TL gemahlener Koriander
Für das Kartoffel-Brennnessel-Püree:
  • 60 g Haselnüsse
  • Salz
  • 300 g mehlige Kartoffeln
  • 30 g junge Brennnesselblätter
  • 4 EL Olivenöl // plus etwas für die Nüsse
  • Pfeffer
  • geriebene Muskatnuss
  • gemahlene Vanille
  • 1 TL Zitronensaft
Für die Spargel-Orangen-Sahnesauce:
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 50 ml Orangensaft
  • 1⁄2 TL Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Zimt, Kreuzkümmel
  • 1 EL weißes Mandelmus
  • 1⁄2 TL Agavendicksaft

Zubereitung:

  1. Für das Kartoffel-Brennessel-Püree die Haselnüsse in eine Schüssel geben. Mit kochendem Wasser übergießen, 1 TL Salz zugeben und die Nüsse 30 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Kartoffeln mit Schale in einem Topf mit 3 l gesalzenem Wasser 25–30 Minuten weich kochen. Die Brennnesseln in ein Sieb geben und kurz mit kochendem Wasser überbrühen. Mit 4 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss glatt pürieren. Die Seiten jedes Kohlrabis so begradigen, dass je ein rechteckiger Block übrig bleibt. Jeden dieser Blöcke halbieren, sodass vier große Filets (etwa 2 cm dick) entstehen. Die Kohlrabiabschnitte grob raspeln. Den Limettensaft, 2 EL Olivenöl, 1 TL Agavendicksaft, eine Prise Salz und eine gute Prise Pfeffer in einer Schüssel zu einer Marinade verrühren. Die Kohlrabiraspel untermischen und marinieren lassen.
  2. Die gekochten Kartoffeln kurz unter kaltem Wasser abschrecken, pellen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die Brennnesselpaste untermischen, alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und im Ofen bei 70 °C warm halten. Von den Spargelstangen das obere Drittel einschließlich der Spargelspitzen abschneiden und zu den Kohlrabi- filets beiseitelegen. Den restlichen Spargel in dünne Scheiben schneiden.
  3. Für die Sahnesauce in einem kleinen Topf das Olivenöl erhitzen und darin die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen. Die Spargelscheiben dazugeben, 3 Minuten mitbraten und dann alles mit dem Orangensaft ablöschen. Mit dem Salz, etwas Pfeffer, Zimt und Kreuzkümmel würzen und alles etwa 7 Minuten sanft köcheln. 1 EL Mandelmus zugeben und alles mit einem Stabmixer glatt pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Agavendicksaft abschmecken. Warm halten.
  4. In einer Pfanne das Sesamöl, 1 EL Olivenöl und 1⁄2 TL Agavendicksaft erhitzen und darin die vier Kohlrabifilets und die acht Spargelspitzen von jeder Seite 5 Minuten bei mittlerer Temperatur anbraten. Sobald die Filets eine schöne Röstfarbe angenommen haben, die Spargelspitzen herausnehmen und warm halten. Die Filets mit der Sojasauce ablöschen. Gleichzeitig in einer Pfanne ohne Öl den Sesam, den Schwarzkümmel und den Koriander leicht anrösten. Die gebratenen Kohlrabifilets in dieser Mischung wälzen und die Hülle leicht andrücken.
  5. Die eingeweichten Haselnüsse grob hacken oder in einem Mörser zerdrücken. Mit je einer Prise Salz, Pfeffer und Vanille, dem Zitronensaft und etwas Olivenöl vermischen.
  6. Zum Anrichten einen Speisering auf jeden Teller setzen. Zunächst eine etwa 0,5 cm dicke Schicht der Haselnuss- masse einfüllen und andrücken. Anschließend mit dem Kartoffel-Brennessel-Püree auffüllen und oben mit einem Löffel eine kleine Mulde formen. Die marinierten Kohlrabiraspel hineingeben. Den Speisering vorsichtig nach oben abziehen. Je ein Kohlrabifilet auf den Püreeturm setzen, das zweite diagonal halbiert zusammen mit den Spargelspitzen daneben anrichten. Mit der Sauce beträufeln. Variation: Anstelle des Kohlrabis kann auch anderes Gemüse verwendet werden. Besonders gut schmecken Kürbis, Fenchel und Rettich.

 

Guten Appetit!

 

Rosengarten Zartbitter SchokoladeLast, but not least: Veganer müssen auf nix verzichten – auch nicht auf den Schokoladenhasen. Den kann man natürlich auch noch mit anderen veganen Leckereien im Garten verstecken. Unser Favorit ist der Schokohase in der zartbitteren Variante und in Bio-Qualität von Rosengarten … also noch schnell in den nächsten Bioladen hoppeln!