Hand in Hand für Tierrechte | Interview mit Markus vom Tierrechtsaktivistenbündnis

© Tierrechtsaktivistenbündnis 

Das Tierrechtsaktivistenbündnis möchte mit organisationsübergreifenden, vereinenden Veranstaltungen maximale Reichweite und Wirkung für die Tiere erzielen. Aktuell plant die Gruppe die größte Demonstration für Tierrechte in Deutschland. Wir möchten helfen, die Aktion bekannt zu machen und haben mit Markus vom Tierrechtsaktivistenbündnis gesprochen.

Foto: Markus, Aktivist für Tierrechte © Tierrechtsaktivistenbündnis

1. Hallo Markus, stell dich doch mal vor.

Ich bin Markus Böhning, 38 Jahre, von Beruf Ingenieur in der Forschung bei einem Sensor-Hersteller und ehrenamtlich leidenschaftlicher Aktivist für Tierrechte, seit ich das Thema durch den Veganismus vor nun mehr über fünf Jahren für mich entdeckt habe.

2. Du bist im Planungsteam des Tierrechtsaktivistenbündnis. Was ist das?

Das Tierrechtsaktivistenbündnis ist ein Zusammenschluss von derzeit sieben leidenschaftlichen Aktivisten, deren Herzen dafür brennen, eine grundlegende Veränderung in unserem Umgang mit den Tieren herbeizuführen. Dafür setzen wir uns tagtäglich und ehrenamtlich auf vielfältige Weise ein. Fünf von uns sind in Hamburg zu Hause, ein weiterer lebt in Stuttgart, der siebte kommt aus dem Raum Lüneburg.

3. Wie kam euch die Idee?

Nicht nur die Hamburger, sondern auch die gesamtdeutsche und internationale Tierschutz- und Tierrechts-Szene ist vielseitig aufgestellt. Wir sehen in Hamburg jede Woche Veranstaltungen zum Thema Tierrechte – seien es die Proteste am Hamburger Flughafen gegen die Tiertransporte durch Air France, die Demonstrationen gegen das Pony-Karussell auf dem Hamburg Dom, Mahnwachen vor dem LPT-Versuchslabor, zahlreiche Infostände zu den Themen Massentierhaltung, Pelz, Tierversuche, Zoo & Zirkus und so weiter. Das alles wird von hauptsächlich ehrenamtlichen Aktivisten unterschiedlichster Gruppierungen organisiert und durchgeführt.

Das vereinende Element ist die Idee der grundlegenden Tierrechte – das Recht auf Freiheit und körperliche Unversehrtheit. Wenn Tiere nicht mehr als (aus)nutzbare Objekte, sondern als Subjekte mit ihrem Willen zu leben gesehen werden, wenn wir die Tiere in unsere Ethik mit einschließen und ihre Bedürfnisse berücksichtigen, wie es schon Albert Schweitzer forderte, dann haben wir uns als Menschheit ein großes Stück weiterentwickelt und uns von der Barbarei, die wir Millionen von Tieren tagtäglich mit entsetzlicher Routine antun, verabschiedet.

Vor diesem Hintergrund möchten wir organisationsübergreifende, vereinende Veranstaltungen mit maximaler Reichweite und Wirkung auf die Beine stellen. Für ein neutrales und organisationsunabhängiges Agieren haben wir daher das Tierrechtsaktivistenbündnis gegründet.

4. Was sind eure Ziele?

Wir wollen die Vielzahl an Tierrechtsorganisationen, -stiftungen und -vereine zusammenbringen, um gemeinsam mehr bewegen zu können. Unsere Vision ist eine Gesellschaft, die Tieren das Recht auf Freiheit und Unversehrtheit garantiert. Diese Vision lässt sich nur mit vereinten Kräften erreichen, und selbst dann ist der Weg noch lang und steinig und es gibt erhebliche Kräfte, die sich gegen solche Entwicklungen stemmen. Die Tierrechtsbewegung nimmt jedoch an Geschwindigkeit auf und wir helfen dabei, dass das so bleibt.

Foto: Tierrechtsaktivistenbündnis

5. Ihr plant aktuell eine Großveranstaltung in Hamburg „Hand in Hand für Tierrechte“. Kannst du uns mehr darüber erzählen?

Ja, das Motto „Hand in Hand für Tierrechte“ gilt sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinne. Einerseits reichen sich die Tierrechtsorganisationen die Hand und machen gemeinsame Sache für das übergeordnete Ziel, andererseits reichen sich alle Teilnehmer bei einer Menschenkette um die Binnenalster die Hände – es wird ein Rekordversuch für die längste Menschenkette für Tierrechte. Bei einer Strecke von ca. 1500 Metern hoffen wir auf mindestens 1500, besser 2000 Teilnehmer.

Sollten wir dieses Ziel erreichen, wäre das nach unserem Wissensstand die bis dato größte Demonstration für Tierrechte in Deutschland. Die Menschenkette wird in einen stillen Protestmarsch durch die Hamburger Innenstadt übergehen, der nur von (natürlich veganen) Trommlern begleitet wird, um dennoch für die nötige Aufmerksamkeit zu sorgen. Vor, während und nach der Menschenkette und dem Protestmarsch präsentieren viele Tierrechtsorganisationen ihre Arbeit, ihre Erfolge und ihre aktuellen Aktionsformen.

Alles auf einen Blick

Was?

 Hand in Hand für Tierrechte: Menschenkette rund um die Hamburger Binnenalster, um ein Zeichen für die Tiere und ihre Rechte zu setzen (Rekordversuch)

Wo?

 Hamburg | Jungfernstieg

Wann?

 27. Oktober 2018 | 12 Uhr (anlässlich des 25. Weltvegantages)

Mehr erfahren:

 http://www.tierrechtsaktivistenbuendnis.de/

Facebook-Veranstaltung:

 https://www.facebook.com/events/206896350000443/