Regionales Superfood: Microgreens ganz einfach selber ziehen

Foto: © Heimgart

Heute stellen wir euch einen weiteren spannenden Aussteller vor, den ihr auf den VeggieWorlds im Herbst kennenlernen könnt. Heimgart, das ist der kleine Garten für dein Heim. Ganz ohne Erde und tägliches Gießen kannst du mit Heimgart Microgreens kinderleicht selber ziehen. Im Interview erfahrt ihr mehr über Heimgart und den Vorteil von Keimpflanzen.

Foto: © Heimgart

Wie funktioniert Heimgart?

Heimgart ist ein Anzuchtsystem für Microgreens. Im Starter-Kit ist alles enthalten, was man zum Anziehen der Microgreens benötigt: eine Porzellanschale, ein Edelstahleinsatz und damit man auch wirklich gleich loslegen kann, liegen dem Starter-Kit noch zwei Saatpads bei.

All diese Komponenten sind so aufeinander abgestimmt, dass die Anzucht der Microgreens ein Kinderspiel und in wenigen Schritten erledigt ist:

  • Wasser bis zur Markierung in die Porzellanschale geben.
  • Die Saatpads zuerst auf den Edelstahleinsatz legen und diesen dann in die Porzellanschale geben, sodass der Docht nach unten ins Wasser hängt.
  • Jetzt die Anzuchtabdeckungen (ihr findet sie zusammen bei den jeweiligen Saatpads) über die Porzellanschale legen und fertig!

Die Abdeckungen sind wichtig, weil die meisten unserer Sorten Dunkelkeimer sind. Entscheidender ist aber das Mikroklima, das sich unter den Abdeckungen bildet, ähnlich wie in einem Gewächshaus.

Deswegen sollte auch nicht zu oft unter die Abdeckungen geschaut werden. Jedes Mal, wenn man die Abdeckungen hochhebt, wird das Mikroklima gestört. Nach 3-4 Tagen heben die Microgreens die Abdeckungen von alleine hoch, erst dann sollte man nachhelfen. Jetzt bekommen die kleinen Pflanzen Tageslicht, werden durch Photosynthese schön grün und können nach weiteren 2-3 Tagen geerntet werden.

Was ist das Besondere an Microgreens?

„Das sind aber schöne Kressen!“ Diesen Satz hören wir auf Messen und Events besonders häufig. Natürlich freuen wir uns über das positive Feedback. Der Begriff Microgreens fasst allerdings mehr, als verschiedene Kressesorten. Microgreens ist das englische Wort für Keimpflanzen und beschreibt die Pflanzen in einem noch sehr jungen Wachstumsstadium. Das können verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten wie Brokkoli, Radieschen, Rotkohl, Rauke oder eben Gartenkresse sein. Da sie geerntet werden, wenn sich gerade mal die ersten, zarten Blättchen gebildet haben, schmecken sie besonders intensiv. Zusätzlich ist die Konzentration an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen um ein Vielfaches höher als bei ausgewachsenem Gemüse. Mit Heimgart kommen sie außerdem direkt von der Ernte auf den Teller – frischer und regionaler geht es nicht.

Foto: © Heimgart

Wie lange brauchte es von der Idee bis zum ersten Verkauf?

Unser Geschäftsführer, Denis Sauermann, war vor einigen Jahren in den USA. Dort hat er Microgreens zum ersten Mal kennengelernt, probiert und den Ehrgeiz entwickelt, Microgreens auch nach Deutschland zu bringen. Als Vegetarier beschäftigt er sich sehr viel mit Trends und Innovationen der grünen Branche. Zusammen mit Carsten Wannemüller wurde getüftelt, probiert und unzählige Prototypen getestet. Diese Phase hat ungefähr zwei Jahre gedauert. Im Oktober 2017 konnten wir Heimgart endlich launchen.

Was war euch bei der Entwicklung besonders wichtig?

Wir wollten mit Heimgart ein Anzuchtsystem entwickeln, welches möglichst einfach in der Handhabung ist, hohe Erträge bringt und dabei auch noch pflegeleicht ist – und das, ohne den Nachhaltigkeitsgedanken zu vernachlässigen. Dieser Anspruch an unser Produkt und damit an uns selbst war die größte Herausforderung während der gesamten Entwicklungsphase. Aber wir haben es geschafft und mit Heimgart ein Produkt geschaffen, dass unseren hohen Erwartungen gerecht wird. Alle Komponenten von Heimgart werden in Deutschland gefertigt und verarbeitet, lange Transportwege können wir so vermeiden. Die Porzellanschale und der Edelstahleinsatz sind robust und langlebig und daher immer wieder verwendbar. Für die Saatpads verwenden wir Naturfasern und ein natürliches Bindemittel sowie Saatgut in Bio-Qualität. Daher können sie im Biomüll entsorgt oder kompostiert werden. Auf Kunststoff verzichten wir bewusst komplett.

Ist euer Heimgart auch für Menschen ohne grünen Daumen geeignet?

Ja, das ist ja das Schöne. Mit Heimgart klappt das Anziehen der Microgreens auch ohne grünen Daumen. Heimgart kommt komplett ohne Erde und tägliches Gießen aus – einmal angesetzt, wachsen die Microgreens von ganz alleine. Theoretisch kann man die Saatpads ansetzen, ein paar Tage in den Urlaub fahren und sich auf frische Microgreens freuen.

Sind weitere Saatensorten geplant oder andere neue Produkte von Heimgart?

Die Vision von Heimgart ist es, urbanen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich unabhängig, ökologisch und gesund selbst zu versorgen und das so abwechslungsreich wie möglich. Weitere Sorten sind also definitiv geplant. Wir sind auch schon fleißig dabei, verschiedenes Saatgut für Heimgart zu testen. Also seid gespannt!

Foto: © Heimgart

Wie esst ihr eure Microgreens am liebsten?

In Microgreens sind ja nicht nur die Nährstoffe konzentriert, sondern auch der Geschmack. Das Aroma ist je nach Sorte mild-würzig bis scharf und verleiht Salaten, Suppen und belegten Sandwiches eine besondere Note. Aber am besten schmecken Microgreens frisch geerntet und pur auf einem mit Margarine oder veganem Frischkäse bestrichenem Brot, lecker!

VeggieWorld – Vegane Innovationen probieren und kaufen

Im Herbst könnt ihr euch den Heimgart auf den VeggieWorlds in Dortmund, Düsseldorf, Köln und München ansehen! Natürlich gibt es noch viele weitere spannende vegane Produkte. Ihr könnt euch auf den Messen direkt bei den Herstellern informieren, probieren und kaufen! Daneben erwartet euch ein Bühnenprogramm mit Vorträgen und Live-Cooking. Klickt in unseren Facebook-Events auf „interessiert“ oder „teilnehmen“, um auf dem Laufenden zu bleiben!

* Dieser Post enthält unbezahlte Produktplatzierungen/Verlinkungen.