Schmuck: vegan und fair?!

Handgemachter Schmuck aus Kork, made in Portugal, Foto: HD Fashion Jewellery

Der Einstieg ins vegane Leben beginnt meistens mit der Umstellung der Ernährung. Nach und nach entdeckt man immer mehr Produkte des alltäglichen Lebens, wo Tier drin steckt. Manchmal sehr offensichtlich, manchmal gut versteckt. Hättet ihr gewusst, dass es auch bei Schmuck und Accessoires Sinn macht, Produkte und Hersteller genauer unter die Lupe zu nehmen?

 


Faire Streetwear & Schmuck von ALMA, Foto: Koppiright Fotografie  // ALMA

Wann ist Schmuck nicht vegan?

Gerade bei kleinen Ohrringen oder Anhängern springt nicht sofort ins Auge, dass hier etwas vom Tier stammen könnte. Leder, Perlen und Horn sind jedoch Materialien, die man in Armbändern, Ketten und Co häufig findet und selbst der verwendete Klebstoff kann nicht vegan sein. Bei Leder und Horn ist klar, dass die Rohstoffe vom Tier stammen, die häufig auch unter nicht-nachhaltigen Bedingungen gewonnen oder verarbeitet werden. Doch auch bei Perlen ist die Herkunft mit Ausbeutung verbunden.

Perlen werden durch die Zucht von Perlmuscheln gewonnen. Um die Bildung der Perlen zu ermöglichen, werden Fremdkörper in das Innere der Muschel implantiert, und von dieser als Abwehr mit Perlmutt umschlossen. Dieser Prozess kann mehrere Jahrzehnte dauern, weshalb echte Perlen auch so teuer sind. Sie sind leider auch der Grund, warum zahlreiche Austernarten vom Aussterben bedroht sind. Viele Muscheln sterben bereits während der Zuchtphase oder bei der Entnahme der Perle.

 

Concrete Jungle stellt Schmuck aus Beton her, handmade, nachhaltig und fair. Foto: Concrete Jungle

Schmuck sollte nicht nur vegan, sondern auch nachhaltig und fair sein!

Nicht nur Tiere werden für Schmuck ausgenutzt. Klar, Edelmetalle sind grundsätzlich ein veganer Rohstoff. Der Abbau von Edelmetallen aber ist eine äußerst harte Arbeit, die teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen stattfindet. Überschwemmungen von Abbauschächten und der Einsatz von Zyanid und Quecksilber gehören zu vielen Gefahren, denen sich die Arbeiter täglich aussetzen und gerade beim Abbau von Gold und Edelsteinen ist Kinderarbeit keine Seltenheit. Die Zerstörung von großen Landflächen für überirdischen Abbau von Gold, ein hoher Wasserverbrauch und die Belastung von Gewässern und Grundwasser in den Förderregionen zählen zu den ökologischen Problemen bei der Rohstoffgewinnung.

Vegane Rohstoffe und Upcycling

Glücklicherweise gibt es wunderschönen Schmuck, der ohne Stoffe tierischen Ursprungs hergestellt wird: Kork, Holz und Glas sind z.B. Materialien, die oft für die Produktion von veganem Schmuck verwendet werden. Manche Manufakturen arbeiten mit ganz ungewöhnlichen Rohstoffen, wie z.B. Resten und Abfällen aus der Metallindustrie, alten Fischernetzen oder Beton.

 

Bracenet holt Geisternetze aus den Weltmeeren, macht daraus Armbänder und gleichzeitig auf die Problematik der Geisternetze aufmerksam. Foto: BRACENET

Falls ihr auf Edelmetalle nicht verzichten möchtet, wählt Hersteller aus, die Edelmetalle nachhaltig und fair beziehen, die für eine transparente Lieferkette sorgen und die soziale und ökologische Verantwortung für ihre Produkte übernehmen. Unternehmen können sicherstellen, dass ihre Rohstoffe aus verantwortungsvollen Quellen stammen oder Projekte finanzieren oder unterstützen, die für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen in den Abbaugebieten sorgen. Einige Hersteller recyceln stattdessen Silber und Gold – auch ein toller Ansatz!

Der Schmuck von Yakamozz entsteht in liebevoller Handarbeit auf Bali und in Italien. Foto: Yakamozz

VeggieWorld – Vegane Innovationen probieren und kaufen

In wenigen Wochen startet die VeggieWorld in die Herbst Saison, dort könnt ihr viele vegane Produkte entdecken. Daneben erwartet euch ein Bühnenprogramm mit Vorträgen und Live-Cooking. Klickt in unseren Facebook-Events auf „interessiert“ oder „teilnehmen“, um auf dem Laufenden zu bleiben!

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