Sport und Vegan = ein starkes Duo?

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Das Thema Sport und vegane Ernährung beschäftigt uns schon eine ganze Weile. In vielen Köpfen scheint immer noch der Gedanke zu existieren, dass unser Körper nur mit tierischen Proteinen hochleistungsfähig sein kann. Das ist aber so nicht richtig. Wir möchten mit alten Vorurteilen aufräumen und haben für euch recherchiert, wie die Kombination Sport und pflanzliche Ernährung am besten funktioniert.

1. Was kann ich als Veganer essen, um Energie für meinen Sport zu haben?

Und: Was kann ich ernährungstechnisch tun, um gesund zu bleiben und eine athletische Figur aufzubauen? Wir können Euch voller Zuversicht sagen: sehr viel! Gemüse, Pflanzen und Obst haben in der Regel eine hohe Nährstoffdichte bei wenigen Kalorien. Sie bilden quasi die Basis für eine gesunde Ernährung. Ergänzen wir diese mit Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Kichererbsen, Linsen, Kartoffeln und Vollkornreis, nehmen wir ausreichend Kalorien bei gleichzeitig hohen Anteilen an Ballaststoffen, Mineralien, guten Fetten und Eiweiß auf.

2. Was sind vegane Eiweißquellen?

Als “hochwertiges Eiweiß” ist ein Lebensmittel zu verstehen, welches möglichst viele essenzielle Aminosäuren enthält. Eiweiß besteht aus ca. zwanzig verschiedenen Aminosäuren. Zwölf Aminosäuren kann der Körper selbst herstellen: Sie werden „nichtessenzielle“ Aminosäuren genannt. Dem zufolge „fehlen“ ca. zehn Eiweißquellen, welche wir über die Nahrung zuführen.

Eiweißquellen pro 100 g:

  • Chia Samen 16 g
  • Quinoa 14 g
  • Amaranth 14 g
  • Spirulina 57 g
  • Hanf Samen 37 g
  • Linsen 20-25 g
  • Bohnen 21 g
  • Tofu 16 g

Am besten ist natürlich eine Kombination aus verschiedenen Lebensmitteln um ein vernünftiges Aminosäurenprofil zu bekommen.

3. Wie sieht es mit veganen Fettquellen aus?

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Auch wenn es nicht gerade gesund klingt: Fett ist wichtig und wird für unsere Ernährung benötigt. Einige Vitamine „wirken“ sogar erst, wenn wir dem Körper eine Portion Fett zuführen. Tatsächlich benötigen wir Fett, um einige Schwermetalle auszuscheiden, die wir über Nahrung, Luft oder Wasser aufnehmen. Eine sehr gute Fettquelle ist zum Beispiel Kokosfett. Wir empfehlen euch, da auf wirklich hochwertige Qualität und Bioanbau zu achten, da jeder Verarbeitungsschritt das Kokosfett minderwertiger macht.

Der stärkste Mann der Welt lebt vegan

Sicherlich habt ihr schon einmal von Patrik Baboumian gehört?! Seit 11. August 2007 trägt er den Titel „stärkster Mann Deutschlands“. Darüber hinaus ist er Fünfter in der offenen Gewichtsklasse und weiterhin Inhaber des deutschen Rekords im Baumstammstemmen. Patrik Baboumian ist nicht nur Hochleistungssportler, sondern auch Veganer. Er hat bereits zwei Bücher zum Thema „Veganismus und Sport“ herausgebracht und wir möchten euch diese, aber auch den Film „Kraftakt“ sehr ans Herz legen.

„Ein wahres Märchen über den menschlichen Willen der Berge versetzen kann! In dem Film wird die Geschichte der drei Ausnahmesportler Patrik Baboumian, Lou Ferrigno und David Whitley erzählt. Ausgezeichnet mit dem „Prädikat Wertvoll“ von der Deutschen Film- und Medienbewertung.“

Blog-Tipp für vegane Läufer

Wirklich gut recherchierte Artikel zu den Themen Lauftrainings, Motivation und vegane Ernährung findet ihr auf dem Blog bevegt.de. Das Team dahinter lebt seit Jahren vegan und zeigt uns, dass vegane Ernährung und Sport perfekt zusammenpassen. Uns gefallen ganz besonders die „echten“ Geschichten hinter den Autoren, sowie die diversen Tipps und Tricks, um sich zum Training zu motivieren. Richtig toll sind auch die vielen (729!!!)  Rezeptideen für gesunde und leckere vegane Gerichte.

Was auch immer ihr in Zukunft Sportliches vorhabt: Wir wünschen euch viel Erfolg und geballte Pflanzen-Power 🙂