Superfoods: Was ist das?

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Superfoods sind seit einiger Zeit im wahrsten Sinne des Wortes „in aller Munde“. Sehr beliebt sind Gojibeeren, Chiasamen und Kakao – aber auch die „grünen Superfoods“ wie zum Beispiel Matcha, Moringa oder Weizengras sind stark im Kommen. Und: Superfoods sind mittlerweile keine Luxuszutat, sondern quasi überall zu bekommen. Selbst Discounter haben mittlerweile Chiasamen oder Quinoa im Angebot. Darüber hinaus wird man in Bioläden, Supermärkten, Drogeriemärkten und Onlineshops fündig. Inzwischen gibt es Superfoods auch als Zutat in Riegeln, in Trinkmischungen und in Proteinpulvern zu kaufen.

Aber: Was sind Superfoods?

Die meisten Superfoods werden schon seit Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel oder in der Medizin eingesetzt. Nur waren sie bisher nicht unter dem neuen Begriff „Superfood“ bekannt. Superfoods sind Lebensmittel, die eine besonders hohe Nährstoffdichte haben. Nehmen wir den Klassiker: Kakao. Dieser enthält reichlich Antioxidantien – um genau zu sein 621! Im Vergleich dazu enthalten Blaubeeren “nur” 32. Mal ehrlich – hättet ihr das gedacht?

Die beliebten Chiasamen haben einen hohen Omega-3-Anteil und einen sättigenden Effekt – kein Wunder also, dass sie mittlerweile oft als Frühstücksoption angeboten werden. Eines der wohl wertvollsten Lebensmittel ist übrigens die Gojibeere – klein, aber oho! Sie enthält nicht nur sehr viel Vitamin C, E und B, sondern 21 wichtige Spurenelemente, viel Eisen und alle essenziellen Aminosäuren.

Gojibeeren

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Habt Ihr schon mal etwas von Lucuma gehört? Nun – ich bisher auch nicht. Aber es wird höchste Zeit, sich mit der Nationalfrucht der Peruaner anzufreunden, da sie jede Menge B-Vitamine, Betacarotin, komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe enthält. Sie ist sehr süß und hat einen ganz leichten Karamellgeschmack. Der Kalorien- und Kohlenhydratgehalt von Lucuma liegt unter dem von Zucker – was dieses Superfood ideal für Diabetiker macht.

Natürlich lässt sich die Aufzählung an Superfoods noch weiter fortsetzen. Für einen ersten Einblick soll es an dieser Stelle jedoch genügen. Schauen wir doch auch einmal, woher die meisten Superfoods stammen.

Herkunft der Superfoods

Viele Superfoods stammen zum Beispiel aus den Anden oder Afrika. Sie sind daher „bei uns“ vor allem in Pulver- oder Kapselform erhältlich. Abgesehen davon sind auch Granatapfel und Avocado klassische Superfoods, die jedoch (leider) nicht in unseren Graden wachsen. Trotzdem findet man auch vor unserer Haustür hochwertige Superfoods, die sich mit etwas Glück auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon züchten lassen – wie zum Beispiel Sprossen, Brunnenkresse oder Löwenzahn. Wer keinen eigenen Anbau betreiben kann, wird im Bioladen oder auf Wochenmärkten fündig. Heimische Superfoods, wie zum Beispiel Walnüsse, Rote Bete, Grünkohl, Spinat, Sanddorn, Hagebutte oder Johannisbeeren enthalten eine hohe Nährstoffdichte und müssen nicht extra eingeflogen werden.

Wie kann ich Superfoods verwenden?

Es ist überhaupt kein Hexenwerk Superfoods in den eigenen Speiseplan zu integrieren – und man muss dafür auch nicht zwingend oder ausschließlich auf Kapseln oder Pulver zurückgreifen. Morgens essen wir oft Chia – entweder als Zusatz im Müsli oder in Puddingform. Ergänzend dazu und je nach Saison frische Beeren und getrocknete Gojibeeren. Statt Kaffee trinken wir nachmittags oft einen Matcha Latte. Mehrmals in der Woche gibt es uns frischen Spinat und Rote Beete – unsere beiden liebsten Superfoods! Seit Kurzem experimentieren wir mit Algen in Nudelform und als Salatzutat. Und last, but not least, wir lieben Nüsse – daher habe wir oft eine Portion Walnüsse in meiner Handtasche.

Rezept-Tipp: Chia-Mandelmilch-Pudding

Chia Mandelmilch Pudding

(Rezept und Foto von Eatsmarter)

Zutaten:

  • 50 g Chiassamen
  • 300 ml Mandelmilch
  • 2 EL Agavensirup
  • 1 Banane
  • 2 Msp. gemahlene Vanille
  • 1 Handvoll getrocknete Goji-Beeren
  • 1 Handevoll Blaubeeren
  • 1 gehäufter EL Kakao-Nibs zum Garnieren

Zubereitung:

  • Chia-Samen, Mandelmilch, Sirup, geschälte Banane und Vanille in eine Schüssel geben. Mindestens 40 Minuten (oder über Nacht) einweichen lassen.
  • Alles zusammen mit den Blaubeeren zu einer geschmeidigen Creme pürieren. Nach Bedarf noch etwas Mandelmilch hinzugeben.
  • In eine Schüssel oder in ein Dessertglas füllen und mit Goji-Beeren und Kakao-Nibs garniert servieren.