Top Food-Trend: Algen!

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Anfang Oktober hat die Berlin Food Week stattgefunden – und das ist ein toller Anlass, um euch einen der Top Trends genauer vorzustellen: Algen werden als Nahrungsmittel auch abseits des Ozeans immer beliebter! Das kommt der Nachhaltigkeit sehr zugute, denn Algen stehen in der Natur in großen Mengen zur Verfügung es gibt natürlich auch Algenfarmen, in denen die Algen einfach gezüchtet werden können.

Algen – vielfältiges veganes Essen

Und damit wartet eine geniale Vielfalt auf euch – denn es gibt etwa tausend verschiedene Algenarten. Auch wenn sich diese für Nicht-Experten ehrlich gesagt nicht immer ganz einfach unterscheiden lassen, da sie oft sehr ähnlich aussehen, was ihre Form und Farbe angeht. Als Nahrungsquelle werden vor allem Grün-, Rot- und Braunalgen verwendet. Auch die Konsistenz ist nicht – wie manche befürchten – schlabbrig und öde, sondern reicht von cremig bis knackig, zum Beispiel dann, wenn die Algen geröstet werden.

Auch auf geschmackliche Eintönigkeit müsst ihr euch bei Algen nicht einstellen, denn aus Algen kann man Salate, Aufläufe, Nudeln, Pesto oder Chips machen, um nur Einiges aufzuzählen. Und das Beste: Algen sind reich an Nährstoffen und Mineralstoffen wie Kalzium, Eisen und Phosphor. Einen dicken Pluspunkt bekommen Algen dafür, dass sie sehr fettarm und kalorienarm sind.

Wo gibt es Algen zu kaufen?

Algen und Seetang werdet ihr nicht in jedem Supermarkt finden, aber das seid ihr als Veganer bestimmt schon gewohnt. Normalerweise solltet ihr im Asia-Markt oder ausgewählten Bio-Läden oder Online-Shops fündig werden – dort gibt es je nach Größe meist gefrorene und getrocknete Algen zur Auswahl. In beiden Zuständen sind die Algen sehr lange haltbar und trotzdem leicht zu verarbeiten.

Interessante Fakten über Algen:

Diese Tatsache ist etwas verwirrend: Rein biologisch gelten Algen als eukaryotische Lebewesen, weil sie im Wasser Fotosynthese betreiben – im Food-Bereich zählen Algen jedoch als Pflanzen und sind daher auch für Veganer absolut erlaubt.

Fun Fact: Wir nehmen, ohne es zu wissen, bereits häufig Algen zu uns – es wird geschätzt, dass in etwa 70 Prozent aller Lebensmittel Algen stecken, wenn auch oft nur in sehr kleinen Mengen, wie zum Beispiel als Stabilisator in Zahnpasta, Frischkäse oder Margarine.

Der weltweit größte Produzent von Algen ist China, in Europa gilt Frankreich mit etwa 90.000 Tonnen als größter Algen-Lieferant – aber auch in Deutschland werden, in kleinerer Menge Algen gezüchtet, zum Beispiel bei Sylt.

Einfacher Algen-Salat

Ihr habt noch nie mit Algen gekocht? Kein Problem – in unserer Food-Rubrik findet ihr ein leckeres und leichtes Rezept für einen Algen-Salat: Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!