Vegan im Arbeitsalltag – kein Problem!

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Sich zu Hause vegan zu ernähren, ist einfach, wenn der heimische Kühlschrank und der Vorratsschrank gefüllt sind. Ihr könnt euch jederzeit selber etwas zubereiten. Doch wie sieht es in der Arbeit aus? Da fällt es euch, wie uns, vermutlich deutlich schwerer, euch vegan und gesund zu verpflegen. Kein Wunder: In den wenigsten Fällen bietet die firmeneigene Kantine leckeres veganes Essen an. Wie also schafft man es, sich auch im Büro von etwas anderem als Bananen und Keksen zu ernähren?

Vegan in der Mittagspause: Mit den Kollegen essen gehen

Wenn es euch nicht allzu sehr stört, dass eure Kollegen sich eine nicht-vegane Mahlzeit bestellen, könnt ihr natürlich nach wie vor mit ihnen Essen gehen – falls das jeweilige Restaurant vegane Optionen bereit hält.

Besonders leicht ist das in der Regel in asiatischen Restaurants, weil die thailändische, vietnamesische oder indische Küche beispielsweise traditionell viele vegane Gerichte bietet. So manches Gericht kann auch sehr einfach vegan abgewandelt werden. Fragt aber zur Sicherheit nach, ob die Brühe auch tatsächlich ohne Fisch und die Kokosmilch ohne Zugabe von Kuhmilch auskommt.

In italienischen Restaurants solltet ihr Nudeln arrabiata oder aglio e olio, Bruschetta oder eine vegetarische Pizza ohne Käse bekommen. Auch hier gilt: Lieber mal nachfragen, ob nicht mit Eiern, Milch oder Sahne nachgeholfen wurde. Auch die arabische Küche bietet vegane Gerichte wie Falafel oder Couscous-Salate.

Im Prinzip solltet ihr überall etwas finden, zur Not auch ein Salatbuffet in einem Steak Haus. Wie gesagt: Ihr müsst für euch entscheiden, ob ihr damit klarkommt, wenn die Kollegen in eurer Gegenwart Fleisch essen. Viele nicht-vegane Gerichte sind leicht vegan abzuwandeln, indem tierische Zutaten ersetzt oder weggelassen werden. Und falls die Speisekarte auf den ersten Blick nichts Veganes bietet, einfach mal Nachfragen.

Viele Gastronomen sind inzwischen ganz gut darüber informiert, was man unter veganem Essen versteht. Mancher Veganer »flunkert« auch ein wenig, und sagt, er oder sie hätte eine Laktose-Intoleranz, weil die meisten Gastronomen das ernster nehmen als den Hinweis, man sei Veganer. Fragen hilft auf jeden Fall.

Junge Frau denkt an Essen

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Wenn die Kollegen allerdings jeden Tag in der nächsten Imbissbude speisen, so bleibt vermutlich außer Pommes mit Ketchup nicht viel Auswahl. Und täglich Pommes? Nein danke, viel zu ungesund! Wenn ihr es nicht schafft, die lieben Kollegen für einen Besuch in einem veganen Laden (falls überhaupt vorhanden) zu begeistern, könnt ihr euch entweder alleine auf die Suche machen, oder euch selbstgekochtes, veganes Essen fürs Büro einpacken. Auch in Hinsicht auf den eigenen Geldbeutel ist letztere Option vermutlich auf Dauer sinnvoller.

Vegane Verpflegung fürs Büro: Gute Vorbereitung ist von Vorteil!

Was aber könnt ihr euch ins Büro mitnehmen? Natürlich Obst, aber ausschließlich Obst zu essen ist auch keine ausgewogene Ernährung. Zum Glück gibt es viele Gerichte und Snacks, die ihr zu Hause vorbereiten und in passenden Transportbehältern mit zur Arbeitsstelle nehmen könnt.

Wenn ihr eine Mikrowelle oder gar einen Herd im Büro habt, könnt ihr euch sogar eure Mahlzeiten erwärmen – vieles schmeckt aber auch im kalten Zustand gut. Bürotaugliche Mahlzeiten sind beispielsweise:

  • Salate jeglicher Art – es muss ja nicht immer ein grüner Salat sein: Warum nicht auch mal ein Couscous- oder Quinoa-Salat, der schön satt macht? Oder auch ein leckerer Nudelsalat?
  • Hummus in allen möglichen Varianten mit Rohkost-Sticks oder Vollkornbrot
  • Smoothies
  • Chiapuddings
  • Müslis
  • Vollkornbrot und vegane Aufstriche oder Aufschnitt
  • Sandwiches und Wraps
  • Falafelbällchen
  • Sommerrollen (Dip extra transportieren)
  • Energiebällchen, Brownies oder Muffins für den süßen Hunger
  • etc.

Für den Transport empfehlen sich Dosen aus Metall oder BPA-freiem Kunststoff, die ihr immer wieder verwenden könnt. Es gibt inzwischen auch tolle Produkte auf dem Markt, die ihr in mehrere Fächer unterteilen könnt oder solche mit Extrabehältern für flüssige Zutaten wie Dips und Saucen. Die Anschaffung lohnt sich in jedem Fall!

Abschließend gibt es hier für euch ein Rezept für ein wirklich satt machendes Brötchen aus dem Buch »Vegan im Job«, in dem man viele weitere Mahlzeiten und Snacks für den stressigen Büroalltag findet.

Rezept: Deftiges Sattmacherbrötchen

(c) Maike Jessen, aus "Vegan im Job"

(c) Maike Jessen, aus „Vegan im Job“

© Maike Jessen / Vegan im Job

Zutaten

  • 1 EL Öl
  • 6–8 Scheiben Räuchertofu, je nach Größe der Brötchen
  • 2 Brötchen nach Wahl
  • ½ reife Avocado
  • einige Spritzer Zitronensaft, frisch gepresst
  • Salz
  • 6 getrocknete Tomaten in Öl
  • Sprossen nach Wahl
  • Crema di Balsamico

Zubereitung

Vegan im Job von Patrick Bolk

Vegan im Job von Patrick Bolk

  • Öl in einer Pfanne erhitzen und Räuchertofu darin von beiden Seiten kross anbraten. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Brötchen halbieren. Avocadofruchtfleisch aus der Schale heben, etwas zerdrücken und die unteren Hälften der Brötchen damit bestreichen. Mit Zitronensaft beträufeln und salzen.
  • Brötchen mit Räuchertofu, getrockneten Tomaten und Sprossen belegen und mit Crema di Balsamico beträufeln. Brötchen zuklappen und einpacken oder sofort genießen.

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten zu »Vegan im Job« findet ihr hier.

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