Vegane Mode: Warum man für wirklich vegane Kleidung so genau hinschauen muss

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Heute steigen wir noch mal etwas tiefer in das Thema vegan Fashion ein – hier erfahrt ihr alle Details, die ihr bei eurer Shopping-Tour beachten solltet!

1. Herstellungsweise der Klebstoffe: vegan oder nicht vegan?

Daran denkt nun wirklich niemand auf Anhieb: Klebstoffe, die beispielsweise Schuhe, Gürtel oder Taschen zusammenhalten, enthalten oft tierische Bestandteile.

Kasein-Leim ist zum Beispiel ein Klebstoff, der aus tierischer Milch gewonnen wird, Glutin-Leim wird aus Schweine-Schwarten, Tierhäuten und -knochen hergestellt.

Gut, dass auch die Industrie erkannt hat, dass anorganische und synthetische Klebstoffe viel bessere Eigenschaften aufweisen: So sind sie nicht so wasserlöslich und viel formstabiler als tierische Klebstoffe.

Bei einigen veganen Accessoires wird auch komplett auf Klebstoffe verzichtet und der Zusammenhalt rein durch Nähte sichergestellt.

2. Herstellungsweise der Farbstoffe: vegan oder nicht vegan?

Eines der am schwierigsten zu ergründenden Themen ist jenes, welche Farben tierische Stoffe beinhalten und welche nicht. Denn schon das Bindemittel kann aus tierischen Bestandteilen bestehen, außerdem können die Farben an sich Läuse, Schnecken oder sogar Knochenkohle enthalten.

Wer hier komplett auf Nummer sicher gehen möchte, sollte beim Hersteller nachfragen oder gleich auf rein vegane Fashion-Labels vertrauen.

3. Textilien aus exotischen Wollarten und Textilstoffe aus Wolle: vegan oder nicht vegan?

Das Wolle nicht vegan ist, ist allgemein bekannt. Aber nicht jedem sind leider exotische Wollarten wie Vikunja, Alpaka, Mohair, Kaschmir und Co. ein Begriff. Deshalb gilt: Vorsicht, wenn euch ein Material nicht geläufig ist. Informiert euch lieber noch mal, bevor ihr gleich zugreift.

Gut versteckt ist die Wolle auch in Textilstoffen wie Loden, Tweed und Filz: Auch hier heißt es – Finger weg, wenn ihr vegane Mode kaufen möchtet. Nicht immer, aber meistens sind sie aus tierischer Wolle hergestellt.

4. Accessoires – Knöpfe: vegan oder nicht vegan?

Hier ist Detailliebe gefragt: Beim Kauf von vermeintlich veganer Mode solltet ihr immer auch die Knöpfe unter die Lupe nehmen. Denn gerade Horn- oder Perlmutt-Knöpfe werden gerne für hochwertige Kleidung verwendet.

Superschade – denn Horn wird aus Hörnern oder Hufen und Perlmutt aus Muscheln und Schneckenhäusern verwendet.

5. Accessoires – Patches auf Hosen: vegan oder nicht vegan?

Das ist einfach total unnötig: Viele Hosen, besonders Jeans, die eigentlich vegan wären – sind es nicht, weil als unbeirrter Klassiker immer noch noch der Leder-Patch hinten an ihnen haftet.

Gut, dass bei vielen Modelabels gerade ein Umdenken stattfindet und die Leder-Patches mehr und mehr durch andere vegane Materialien, wie Kunstleder-Patches und andere ausgetauscht werden.