Vegane Stullen – DIY Brotaufstrich: günstig & lecker

Heute erzählen wir euch ein bisschen etwas was über vegane Stullen – und erklären euch, warum es so interessant ist, Brotaufstriche selber herzustellen: für euren Geldbeutel und für die Umwelt. Selbst Wikipedia hat sich schon mit dem „belegten Brot“ beschäftigt:

„Für das klassische Butterbrot kann ein Ursprung im deutschen Kulturkreis angenommen werden. Bereits 1525 soll Martin Luther eine Butterbemme als gute Kindernahrung beschrieben haben. Das Butterbrot wird in der modernen Umgangssprache unscharf auch a) für belegte Brote im Allgemeinen b) für zwei zusammengeklappte Brotscheiben (Klappbrot, Sandwich) verwendet. „

(Quelle: Wikipedia)

Die Bezeichnung für ein und dieselbe Sache variiert regional sehr stark. So spricht man im Sächsischen von der „Bemme“, im norddeutschen/berlinerischen Raum von der „Schnitte“ und der „Stulle“ und im Ruhrgebiet von der „Knifte“ … um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Begrifflichkeiten hin oder her: Eine leckere Stulle ist für die meisten von uns quasi unser tägliches Brot und von unserem Speiseplan auch nicht wegzudenken.

Aber: Es kommt natürlich auf das Brot und den Belag an! Viele von uns haben diverse Unverträglichkeiten und da fallen bei der Brotauswahl einige Sorten aus. Weizenmehl ist selbst in vielen Bio-Broten enthalten – daher bleiben für einige von uns nur Roggen- oder Dinkelbrote. Besonders toll finden wir auch Brote aus gekeimten Sprossen, wie Essener oder Uriges.

Bei dem Belag sind der Fantasie ja quasi keine Grenzen gesetzt. In den ersten veganen Jahren waren viele aus der Redaktion große Fans von allen Käse- oder Wurstalternativen. Mittlerweile sind wir davon etwas von abgerückt – und mögen lieber Stullen mit selbst gemachten Aufstrichen.

In der Vergangenheit haben wir in diesem Artikel unsere Liebe zu „Zero Waste“ mit Euch geteilt. Da wir versuchen wollen, so wenig wie möglich Verpackungsmüll zu erzeugen, kaufen wir auch gar nicht mehr gerne fertige Brotaufstriche. Auch wenn sie im Glas und die Zutaten aus biologischem Anbau sind – wir wollen lieber unsere eigenen Aufstriche herstellen, damit sparen wir etwas Müll ein, kommen etwas günstiger weg und wissen ganz genau, was drin steckt. Unsere Favoriten sind vor allem Kombinationen mit Avocado, Linsen, Kichererbsen und selbst gemachten Soja-»Käse«. Falls ihr neue Inspirationen für eure vegane Stulle braucht, können wir euch ein tolles Buch empfehlen. Und zwar:

GU: Vegane Brotaufstriche: 22 x dick aufgetragen

„Mit den 22 leichten Rezepten geht das leckere Brotaufstriche selber machen auch Anfängern schnell von der Hand. Die Zutatenliste für die Aufstrich-Rezepte ist einfach und kurz. Trotzdem haben Rezepte für vegane Aufstriche mega-viel Geschmack! Und sie sind gesund: Brotaufstrich selbst gemacht steckt voller natürlicher Vitalstoffe, Vitamine und Ballaststoffe. Zusatz- und Aromastoffe sind hier Fehlanzeige.“ Das Buch kostet ca. 4,90 Euro und ist unter anderen bei Amazon erhältlich.

Unser Lieblingsrezept aus dem Buch ist das „Zwiebel-»Schmalz« mit Backpflaumen“. Diesen Aufstrich haben wir schon sehr, sehr oft hergestellt und sogar verschenkt. Wir lieben veganes Schmalz, vor allem auf einem guten Schwarzbrot und klassisch mit Gewürzgurke und Salz. Leider enthalten fast alle käuflichen Schmalzsorten Palmöl und deshalb stellen wir es einfach selbst her!

DIY Brotaufstrich: Zwiebel-Schmalz mit Backpflaumen

Zutaten:

  • 2 kleine Zwiebeln
  • 100 g geschmacksneutrales Kokosfett
  • 4 Trockenpflaumen ohne Stein
  • ½ TL getrockneter Majoran
  • 50 ml neutrales Pflanzenöl

Zubereitung:

  • Die Zwiebeln schälen und fein würfeln. Das Kokosfett in einem kleinen Topf schmelzen lassen und die Zwiebelwürfel darin ca. 15 Min. bei schwacher Hitze sanft anbraten, bis sie gerade eben hellbraun werden. Dabei die Zwiebeln immer wieder umrühren.
  • Inzwischen die Trockenpflaumen fein würfeln und mit Majoran und Öl unter die Zwiebel-Kokosfett-Mischung rühren. Alles ca. 1 Std. bei Zimmertemperatur abkühlen lassen. Dann die Mischung in ein sauberes Glas füllen und vor dem Servieren im Kühlschrank in ca. 5 Std. vollständig fest werden lassen, dabei nach ca. 1 Std. noch einmal durchrühren. Das Zwiebel-»Schmalz« hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Die angegebene Menge ergibt ein Glas von ca. 200 ml. Wir haben alle Zutaten verdoppelt, um etwas mehr Vorrat zu haben!

Wir wünschen Euch einen guten Appetit!