Was sind Lupinen? Die wichtigsten Infos zu diesem genialen Lebensmittel!

Lupinen-Bolognese, Foto: © Vegan kochen mit Lupine

Was ist Lupine?

Die Lupine ist eine Hülsenfrucht, so wie Kichererbsen und Erdnüsse. Die Lupinen-Ernte bringt nierenförmige Samen hervor, die in der Regel als weiter verarbeitetes Produkt im Einzelhandel landen.

Die Lupine: Eine gesunde Zutat für deine vegane Mahlzeit

Die Süßlupine bringt Abwechslung in deinen Hülsenfruchtkonsum! Sie ist ein natürliches und hochwertiges Lebensmittel, das in unserer Region gedeiht und somit einen günstigen ökologischen Fußabdruck aufweist. Ihr Gehalt von über 35 Prozent an hochwertigem Eiweiß mit allen essenziellen Aminosäuren sowie ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und den Mineralstoffen Kalzium, Eisen und Magnesium macht sie zum perfekten Nahrungsmittel für gesundheitsbewusste Menschen. Außerdem ist die Lupine optimal für eine Detoxkur geeignet. Sie wirkt basisch und unterstützt somit die natürlichen Reinigungsfunktionen im Körper.

Lupinen getrocknet

© Luis Molinero / Fotolia

Superkräfte der Lupine auf einen Blick

  • Heimischer Eiweißlieferant – Anbau in Deutschland
  • Hoher Eiweißgehalt von 35 bis 45 Prozent
  • Enthält alle acht essenziellen Aminosäuren (u.a. Lysin)
  • Anteil von 85 Prozent der gesunden, ungesättigten Fettsäuren am Gesamtfett
  • Geeignet für eine basische Ernährung
  • Glutenfrei, laktosefrei, cholesterinfrei
  • Ballaststoffanteil von 15 Prozent
  • Enthält u. a. die Vitamine B1, A und Kalium, Kalzium und Magnesium

Allergiker aufgepasst

Die Lupine zählt, genau wie Weizen oder Soja, zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen. Wenn du auf andere Hülsenfrüchte (besonders Erdnüsse) allergisch reagierst, solltest du im Zweifelsfall keine Lupine konsumieren oder einen Allergietest machen.

Was ist der Unterschied zwischen Lupine und Süßlupine?

Die Bezeichnung Süßlupine rührt nicht von einem süßlichen Geschmack, sondern geht auf die Herauszüchtung der Bitterstoffe aus der Lupine zurück. Die weitgehend weg gezüchteten bitteren und schlecht verdaulichen Inhaltsstoffe der Lupine nennen sich Alkaloide. Die Süßlupine ist die alkaloidarme Züchtung der Pflanze.

Wo kann ich Lupine kaufen?

Die gängigsten Lupinenprodukte im Einzelhandel sind Lupinenmehl, -schrot oder -flocken. In Salzlake eingelegte Lupinenkerne findest du in gut sortieren Bio-Supermärkten, Reformhäusern und häufig auch in portugiesischen Supermärkten. Inzwischen gibt es auch zahlreiche vegane Ersatzprodukte aus Lupinen: Lupinenmilch und -milchprodukte, wie Eis und Joghurt, aber auch Burger, Steaks und Aufstriche. Für verarbeitete Produkte wird in der Regel der ganze Samen verwendet, so dass die Vielzahl der wertvollen Inhaltsstoffe enthalten bleibt.

Vegan kochen mit Lupine – das sind unsere Rezept-Tipps

Diese Rezepte stammen aus dem Kochbuch Vegan kochen mit Lupine von Christian Wenzel. Wenn du neugierig auf die Lupine geworden bist, dann legen wir dir das Buch sehr ans Herz. Die einfachen, leckeren und schnellen Rezepte verzichten auf industriell verarbeitete Lebensmittel, Weizen, Zucker und chemische Zusatzstoffe. Sie sind gluten-, laktose- und cholesterinfrei und 100 Prozent pflanzlich. Aufgrund ihres niedrigen Kohlenhydrat- und hohen Proteinanteils eignen sich viele der sättigenden Mahlzeiten auch zum Abnehmen und für die Low-Carb-Ernährung.

Lupine als gesunder Snack

Die weiße Süßlupine enthält einen außerordentlich hohen Eiweißanteil, der bis zu 40 % und mehr betragen kann. Damit gehört sie zu den eiweißreichsten Kulturpflanzen unserer Region.

Zudem enthält die Süßlupine beträchtliche Mengen an Ballaststoffen, welche für eine gesunde Verdauung unverzichtbar sind und zudem noch schön sättigend wirken. Auch und vor allem kulinarisch hat die Pflanze viel zu bieten. So werden die in Salzlake eingelegten Kerne gerne als gesunder Snack genommen und Lupinenmehl und Lupinenflocken schmecken sehr lecker mit einem Hauch süßlich-nussigen Aroma.

Christian Wenzel, Experte für vegane Fitnessernährung