Wichtige vegane Logos und Labels

Wenn ihr das Glück habt, ausschließlich im veganen Supermarkt, dem veganen Onlineshop oder der veganen Boutique einkaufen zu können, dann habt ihr vermutlich das ganz große Los gezogen. 🙂

Da aber vermutlich nicht jeder von euch immer diese Shopping-Möglichkeiten hat, bleibt: Zutatenliste checken, Etiketten studieren … oder wenn gar nichts weiterhilft auch Hersteller anfragen. Aber:

Vegane Logos und Labes helfen weiter

Mittlerweile gibt es jede Menge vegane Logos, Labels und Siegel, die uns den tierleidfreien Einkauf genießen lassen. Viele Hersteller kreieren zum Teil auch ihre eigenen bunten Etiketten – die jedoch keine gesetzliche Grundlage haben und deshalb eher mit Vorsicht zu genießen sind. Wir haben für euch die wichtigsten und seriösen Logos und Labels zusammengestellt.

Die Veganblume

Die Veganblume

Die Veganblume wurde von der „Vegan Society England“ ins Leben gerufen – und nur diese ist befugt, das Logo zu vergeben. Seit 1990 zeichnet die Veganblume („Vegan Trademark“) Lebensmittel und Kosmetikartikel aus, um vegan lebenden Menschen die Produktauswahl zu erleichtern. Damit ein Produkt mit der Veganblume ausgezeichnet werden kann, muss es folgende Kriterien erfüllen:

  • Es dürfen keinerlei Tierbestandteile, keine tierischen Nebenprodukte oder aus Tieren gewonnene Rohstoffe im Endprodukt enthalten sein.
  • Während der Produktion dürfen keine tierischen Materialien benutzt werden und in keinem Produktionsschritt Tierversuche durchgeführt werden. Alle Rohstoffe müssen tierversuchsfrei hergestellt sein.
  • Produziert ein Unternehmen parallel nicht-vegane Produkte, müssen alle Maschinen gründlich gereinigt werden, bevor sie wieder mit veganen Inhaltsstoffen in Berührung kommen können.
  • Wenn ein Produkt gentechnisch veränderte Bestandteile enthält, muss dies auf der Verpackung gekennzeichnet werden.

Das V-Label

V-Label

Das V-Label ist eine international geschützte Marke zur Kennzeichnung von veganen und vegetarischen Lebensmitteln. In Deutschland wird das V-Label vom Vegetarierbund Deutschland e. V. vergeben.

Direkt unter dem Siegel ist die Zusatzinformation „vegan“ oder „vegetarisch“ zu finden. Wird ein Produkt mit „vegan“ gekennzeichnet, ist garantiert, dass das Produkt weder tierische Inhaltsstoffe noch tierische Hilfsstoffe enthält. Außerdem sind zur Herstellung des Produktes keine Tierversuche erlaubt. Gentechnik ist bei Produkten mit der V-Label ebenfalls verboten!

Das Vegan-Label der veganen Gesellschaft Deutschland e.V.

Vegan Label

Das Vegan-Label wird von der veganen Gesellschaft Deutschland e. V. herausgegeben. Der Unterschied zur Veganblume und zum V-Label besteht darin, dass hier auch die Produktverpackung frei von tierischen Inhalts- und Hilfsstoffen sein muss. Außerdem dürfen die Herstellung, die Verarbeitung und die Verpackung nur in Räumen stattfinden, in denen ausschließlich vegane Lebensmittel produziert werden. Tierversuche sind weder für das Produkt noch für seine Bestandteile erlaubt. Gentechnik ist ebenfalls verboten!

Das Peta Approved Vegan-Logo

PETA Approved VeganWer vegan lebt, achtet nicht „nur“ auf vegane Lebensmittel, sondern auch auf die Materialien von Bekleidung und Schuhen. Um vegane Mode zu kennzeichnen, vergibt PETA das kostenlose „PETA-Approved Vegan-Logo“. Mit diesem Logo können Modeunternehmen, Taschen, Schuhe, Schmuck, Schals und Accessoires eindeutig als vegan kennzeichnen – was den tierleidfreien Einkauf deutlich vereinfacht.

Was gibt es noch?

Die Nachfrage nach einer fairen und nachhaltigen Produktionskette steigt für Konsument und Hersteller immer mehr an. Deshalb ist es eine erfreuliche Entwicklung, dass viele Unternehmen mittlerweile nicht nur Wert auf die Zusammensetzung ihrer Modeartikel oder die Inhaltsstoffe ihrer Lebensmittel legen. Nicht nur das „aus was?“ und „womit?“ ein Produkt produziert wird, sondern auch „wo?“ und „von wem?“ und „zu welchen Bedingungen?“. Das sind die Fragen, auf die wir als Konsument eine Antwort haben möchten.

Fairtrade-Siegel

Fairtrade Logo

Das Fairtrade-Siegel ist ein sogenanntes „Sozial-Siegel“, welches für fair angebaute und gehandelte Produkte steht. Es ermöglicht den Kleinbauern-Kooperativen stabilere Preise sowie langfristigere Handelsbeziehungen. Die Fairtrade-Standards geben Kriterien zu demokratischen Organisationsstrukturen, Umweltschutz und sicheren Arbeitsbedingungen vor.

Bekannte fairtrade-zertifizierte Produkte sind zum Bespiel Bananen, Kaffee oder Kakao. Mittlerweile sind jedoch auch viele Weine und sogar Schuhe mit dem Fairtrade-Siegel gekennzeichnet. Etwa 65 % der Produkte mit Fairtrade-Siegel sind gleichzeitig auch aus biologischem Anbau.

GOTS-Siegel

GOTS Logo

„Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Ziel des GOTS Standards ist es, Anforderungen zu definieren, die eine nachhaltige Herstellung von Textilien gewährleisten, angefangen von der Gewinnung textiler Rohfasern über die umweltverträgliche und sozial verantwortliche Herstellung bis zur Kennzeichnung der Endprodukte.“

(Quelle: http://www.global-standard.org/de)

Übrigens: Ein Textilprodukt mit der GOTS-Kennzeichnung „Bio“ bzw. „kbA/kbT“ muss mindestens 95 % kontrolliert biologisch erzeugte Fasern enthalten. Ein Produkt mit der Kennzeichnung „hergestellt aus x% kbA/kbT Fasern“ muss mindestens 70 % kontrolliert biologisch erzeugte Fasern enthalten.

Fazit: „Vegan“ einzukaufen ist also die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist: Wer hat mein Produkt hergestellt? Und zu welchen Bedingungen? Welche Art synthetische Faser steckt in dem Produkt – ist diese auch ökologisch vertretbar?

Für uns gilt nach wie vor beim Einkaufen: Gut hinschauen & notfalls Fragen stellen 🙂